ARGE PFLASTERDECKE
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Welchen Einfluss hat der E-Modul des Bettungs- oder Fugenmörtels auf die Funktion einer gebundenen Pflasterdecke?

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Welchen Einfluss hat der E-Modul des Bettungs- oder Fugenmörtels auf die Funktion einer gebundenen Pflasterdecke?

Beitrag  RSB am Mi Mai 19, 2010 12:51 pm

Jetzt wird es kompliziert. Dazu zunächst ein Link zu: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Ein Versuch, den Sachverhalt etwas zu erhellen könnte so aussehen:

Mit dem E-Modul wird das Verhältnis von Druck zu Verformung angegeben. Je geringer die Verformung des Materials unter Druck, um so größer ist der E-Modul.
Der E-Modul ist ein Kennwert für die Berechnung von Bauteilen der sich z.B. aus der Druckfestigkeit eines Mörtels ergibt aber kein Qualitätsmerkmal. Der E-Modul alleine sagt nichts über die Dauerhaftigkeit eines Materials aus.

Eine Pflasterfläche in gebundener Bauweise stellt eine dreidimensionale Konstruktion in mehreren Schichten, bestehend aus unterschiedlichen Materialien dar, die möglichst im Verbund zueinander hergestellt wird.
Zitat: Arbeitspapier FGSV:
Durch das unterschiedliche Schwindverhalten und durch unterschiedliche Elastizitätsmodule
der gebundenen Komponenten Tragschicht, Bettung sowie Fugenfüllung mit Pflastersteinen
bzw. Platten sind Eigenspannungen in der gesamten Konstruktion unvermeidbar. Damit diese
Eigenspannungen nicht zu Schäden führen, sind aufeinander abgestimmte Stoffeigenschaften
sowie ausreichende Material- und Verbundfestigkeiten im eingebauten Zustand
erforderlich.


Aus den unterschiedlichen Bauteildicken, den Materialeigenschaften, der Geometrie der Bauteile und den Temperaturen beim Einbau ergeben sich jeweils unterschiedliche Festigkeiten, Spannungszustände und damit auch E-Moduln.
Ein Granit hat üblicherweise einen E-Modul von > 60.000 N/mm², macht aber in der Pflasterdecke ca. 90 % des verwendeten Materials aus.
Durch den Verbund zum Bettungsmörtel, der wiederum Verbund zur Tragschicht hat ergibt sich im Querschnitt zusammen mit dem Pflasterfugenmörtel eine Konstruktion aus vier unterschiedlichen Materialien.
Nun trifft diese komplizierte Konstruktion, deren Spannungsverläufe niemand beurteilen kann, auf die Forderung, das der verwendete Pflasterfugenmörtel einen E-Modul von unter 25.000 N/mm² haben soll, weil das Schäden vermeidet obwohl unklar ist, ob das überhaupt eine Rolle spielt.


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